Migräne-Behandlung mit Botulinumtoxin
Botox-Injektionen lindern Migräne
Was ist eigentlich Migräne?
Migräne ist mehr als Kopfschmerzen. Es handelt sich um eine neurologische Erkrankung, die neben Kopfschmerzen oft vielfältige Begleitsymptome hat: Übelkeit, Schwindel, Licht- und Lärmempfindlichkeit.
Die Ursache der Erkrankung ist eine Überaktivität bestimmter Hirnzellen, die zu einer besonderen Empfindlichkeit inklusive Entzündungsprozessen im Gehirn führt. Auch genetische Veranlagung spielt eine Rolle. Viele Migränepatienten haben zahlreiche Akutphasen (Attacken) pro Monat. Trigernde oder verstärkende Faktoren sind häufig Stress und Schlafprobleme, aber auch Wetterwechsel oder Hormonschwankungen können Attacken auslösen.
Was kann Botulinumtoxin da tun?
Botox gegen Migräne wirkt. Patienten berichten von einer Reduktion der Migräneattacken um mindestens die Hälfte. Oft geht auch die Stärke der Attacken deutlich zurück.
Bei der Behandlung wird Botulinumtoxin hochdosiert an über 30 Injektionspunkten nach einem festen Schema an Kopf und Nacken eingebracht. Es hemmt die Freisetzung von bestimmten Neurotransmittern und sorgt so für eine deutliche Verringerung der Migränesymptome. Die Behandlung wird nach ca. 12 Wochen wiederholt. Zwar kann so keine völlige Symptomfreiheit erreicht werden, doch gut die Hälfte der Patienten berichten von einer ca. 60-prozentigen Reduzierung der Migräneattacken.
Ausgerechnet Botox hilft gegen Migräne?
Dass ein Mittel, das eigentlich nur für seinen Einsatz gegen Falten in der ästhetischen Medizin bekannt ist, gegen Migräne hilft, überrascht viele erst einmal. Die Wirkung ist jedoch wissenschaftlich solide belegt und führte folgerichtig schon 2011 zur offiziellen Zulassung von Botox zur Migräne-Behandlung. Übrigens gibt es inzwischen viele weitere medizinische Einsatzgebiete von Botulinumtoxin, z. B. zur Linderung chronischer Schmerzen und Krämpfe, zur Behandlung von Blasenschwäche oder Magenkrebs.
Wie funktioniert das? Migräne wird nach heutigem Kenntnisstand durch Überaktivität der Nervenzellen im Hirnstamm ausgelöst. Botulinumtoxin hemmt die Freisetzung wichtiger Neurotransmitter und senkt so die Schmerzempfindlichkeit. Wie bei jeder Botox-Behandlung hält die blockierende Wirkung einige Monate an, dann hat der Körper den Wirkstoff wieder abgebaut. Aus diesem Grund muss die Behandlung regelmäßig wiederholt werden, damit die Wirkung stabil bleibt. Der normale Behandlungsintervall beträgt 12 Wochen.
Eine Kombination mit anderen Behandlungen – besonders während akuter Phasen – ist meist unbedenklich. Beispielsweise ist die Einnahme von Triptanen während Attacken bzw. Betablockern oder Antidepressiva zur Prophylaxe normalerweise unproblematisch. Allerdings sollte dies individuell mit einem Arzt besprochen werden.
Ablauf einer Migräne-Behandlung mit Botox
Risiken
Kosten
Alternativen zu Botox gegen Migräne
Die meisten Migränepatienten werden schon diverse Behandlungsoptionen kennengelernt haben, ehe sie über Botulinumtoxin-Injektionen nachdenken. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Akut-Therapien und prophylaktischen Maßnahmen.
Akut-Therapien richten sich auf die Linderung einer bereits stattfindenden Migräneattacke. Klassische Schmerzmittel werden angewendet und in stärkeren Fällen mit Triptanen kombiniert.
Prophylaktische Behandlungen sollen die Häufigkeit und/oder Intensität der Migräneattacken reduzieren. Auch die Botox-Injektionen sind eine solche prophylaktische Maßnahme. Alternativen sind hier beispielsweise:
- Medikamentöse Prophylaxe, beispielsweise mit Antidepressiva oder Betablockern
- Verhaltensmaßnahmen wie regelmäßiger Sport und Stressmanagement
- Erlernen von Entspannungsübungen
- Akupunktur
Alle Behandlungen und jede Veränderung im Behandlungsplan sollten mit Ihrem Arzt besprochen werden.

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Ihr behandelnder Arzt:
Frank Mildszus behandelt seit vielen Jahren mit Botulinumtoxin und hat mit Begeisterung miterlebt, wie die medizinische Forschung immer neue Anwendungsfelder des Mittels entdeckt und alte Behandlungen verbessert hat.
„Ein gut ausgebildeter und erfahrener Arzt ist der beste Schutz für den Patienten vor unerwünschten Nebenwirkungen“, sagt er gerne. „Das gilt immer, aber insbesondere beim Einsatz von Botulinumtoxin.“
Neben seiner Behandlungstätigkeit bildet er an seiner KIEL MEDICAL ACADEMY andere Ärzte in der korrekten Behandlung mit Botulinumtoxin aus.