Laser-Wissen

Die moderne medizinische Allzweckwaffe

Was ist ein Laser?

Bei einem Laser handelt es sich um extrem stark konzentriertes Licht. Das Wort LASER ist die Abkürzung für „Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation“, also deutsch: „Lichtverstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung“.

Im Prinzip funktioniert das so: Im Laser-Gerät wird Licht, das durch ein spezielles Medium (etwa ein Kristall, ein Gas oder eine Flüssigkeit) geleitet wird, verstärkt. Dazu wird das Licht durch parallele Spiegel so lange hin und her reflektiert, bis alle Strahlen in die gleiche Richtung verlaufen. Sie sind nun verstärkt und gebündelt. Einer der Spiegel im Gerät ist teilweise durchlässig – hier kann der fertige Laser-Strahl austreten.

Was können medizinische Laser?

1960 wurde das erste Laser-Gerät entwickelt. Praktisch unmittelbar danach wurden erste Anwendungen in der Medizin gefunden. Heute sind Laser in der Medizin nicht mehr wegzudenken.

Die offensichtlichste Anwendung: Laser können zum Schneiden eingesetzt werden und so Skalpelle ersetzen. Sie sind präziser und verringern das Blutungsrisiko. Augenärzte setzen Laser in der Diagnostik und Behandlung von Fehlsichtigkeit ein, Zahnärzte ersetzen damit Bohrer und andere Geräte. Besonders verbreitet sind Laser in der Dermatologie: Hautärzte entfernen damit schonend jede Art von Hautveränderungen und versiegeln Äderchen unter der Haut.

5 Fakten über Laser:

  • das Wort Laser ist ein Akronym für „light amplification by stimulated emission of radiation“

  • die theoretischen Grundlagen formulierte Albert EInstein schon 1916

  • 1960 wurde das erste Lasergerät fertiggestellt – ein Rubin-Laser

  • wir unterscheiden Laser vor allem nach dem Medium: Gaslaser, Farbstoff-Laser, Kristall-Laser usw.

  • unterschiedliche Wellenlängen des Laserlichts machen völlig verschiedene Anwendungen möglich

Mehr als nur „wegbrennen“

Ja, mit Lasern lassen sich Hautveränderungen „wegbrennen“. Dies nutzen wir auch vielfältig für medizinische und ästhetische Anwendungen. So werden Pigmentflecken oder Warzen entfernt, Hautkrebs-Vorstufen und Nagelpilz behandelt. Dabei wird der Effekt der Photoablation genutzt, bei dem ein leistungsstarkes Lasergerät das Gewebe präzise innerhalb von Nanosekunden verdampft. Das geht so schnell, dass sich das umliegende Gewebe nicht einmal erwärmt.

Aber viele unserer Behandlungen arbeiten mit anderen Effekten. Bei einer Tattoo-Entfernung beispielsweise wird das Lasergerät speziell für den im Tattoo verwendeten Farbstoff ausgewählt und justiert. Das Laserlicht dringt in die Haut ein, ohne ihre oberen Schichten zu verletzen, und wird von den Farbpigmenten des Tattoos aufgenommen. So zersprengt der Laserstrahl die Farbe in der Haut, die daraufhin vom Körper absorbiert wird – ohne das umliegende Gewebe zu schädigen.

Nach ähnlichem Prinzip behandeln wir auch durchscheinende Adern wie Besenreiser oder bei Rosacea. Hier peilt der Laser den roten Blutfarbstoff an und verschweißt so die Adern – wieder ohne das umliegende Gewebe zu verletzen. Auch die dauerhafte Haarentfernung mit dem Laser arbeitet mit diesem Effekt.

Lasergeräte bei KIEL MEDICAL AESTHETICS

Für verschiedene Behandlungen benötigen Ärzte unterschiedliche Lasergeräte. KIEL MEDICAL AESTHETICS verfügt momentan über 14 verschiedene Lasergeräte und kann so alle wichtigen Behandlungsverfahren abdecken.

  • Festkörperlaser

    Rubinlaser: Die Wellenlänge liegt im roten Bereich des Lichtspektrums. Durch die sogenannte Güteschaltung können sehr kurze Impulse mit hoher Intensität erzeugt werden. Sie können Pigmente zertrümmern, die die Haut danach selbstständig entsorgt. So kann der Rubinlaser Altersflecken und andere Pigmentmale und auch Tattoos ohne Narbenbildung entfernen.

    Anwendungen: Tattoo-Entfernung, Entfernung von Pigmentflecken, Haarentfernung

    Erbium-Laser: Die Erbium-Laser dienen in der Hautarzt-Praxis vor allem zur schonenden Abtragung von oberflächlichen Schichten der Haut. Die Wellenlänge dieses Lasers liegt im Infrarotbereich und wird im Gewebewasser absorbiert. So kann die Energie nicht in der Haut zurückbleiben und etwa Schäden durch Hitze verursachen. Nach der Behandlung bildet sich rasch eine neue, gesunde Hautschicht. So kann der Erbium-Laser auch an empfindlichen Stellen wie z. B. um die Augen oder auch der Nacken-, Brust- und Handgegend eingesetzt werden.

    Anwendungen: Hautkrebs-Vorstufen (Aktinische Keratose), Falten-Behandlung (Skin Resurfacing), Warzen-Entfernung, Tattoo-Entfernung

    Alexandrit-Laser: Der Alexandrit-Laser wird von uns vor allem zur Haarentfernung eingesetzt. Er sendet energiereiches rotes Licht auf die Haut. Sobald es auf die Haare trifft, leiten die Pigmente im Haarschaft es direkt in die Haarwurzeln. Dort wandelt sich das Licht in Sekundenbruchteilen in Wärme um, zerstört die Wurzeln und verschweißt die Blutgefäße, die sie versorgen. Die Haare werden damit nicht nur entfernt, sondern wachsen auch nicht mehr nach.

    Anwendungen: Haarentfernung, Behandlung von Besenreisern

  • Pikosekundenlaser

    Der Pikosekundenlaser arbeitet mit ultrakurzen Impulsen mit hohen Energiedichten. Die Wärmeentwicklung bleibt dadurch genau auf das Ziel begrenzt. Er eignet sich besonders gut, Tätowierungen und Pigmentflecken zu beseitigen, und gilt als besonders hautschonend und nebenwirkungsarm.

    Anwendungen: Tattoo-Entfernung, Entfernung von Pigmentflecken

  • Gaslaser (CO2-Laser)

    Der CO2-Laser zählt zu den leistungsstärksten Lasern in der Medizin. Er verdampft oder schneidet Gewebe. Die Haut wird dabei blutungsfrei und schonend abgetragen. So ist er perfekt geeignet für die Glättung einzelner Gesichtsfalten oder des gesamten Gesichtes, das sogenannte Skin Resurfacing (Hautverjüngung) und zur Behandlung von Narben und Warzen. Das Medium des CO2-Lasers ist ein Kohlendioxid-Gasgemisch.

    Anwendungen: Behandlung von Warzen, Faltenminimierung, Narbenglättung

  • Diodenlaser

    Die Diodenlaser entfalten ihre spezifische Wirkung unter der Hautoberfläche, die Oberfläche der Haut wird nicht verletzt. Das Ziel ist die dauerhafte Verkleinerung von Talgdrüsen. Diese Therapie behandelt die Ursache der Erkrankung dauerhaft.

    Anwendungen: Akne-Behandlung, Falten-Behandlung (Skin Resurfacing), Behandlung von Rosacea (Couperose)

  • Farbstofflaser

    Der Farbstofflaser erlaubt eine sehr gezielte Behandlung von Gefäßveränderungen. Er durchdringt die oberste Hautschicht und wird aufgrund seiner Wellenlänge vor allem vom roten Blutfarbstoff aufgenommen. Dort erzeugt er Wärme, die die angepeilten Blutgefäße zusammenschweißt. Die Wirkweise beruht auf der selektiven Photothermolyse, sprich die gezielte Schädigung von Blutgefäßen, ohne die umliegende Haut zu verletzen. Sein Laser-Medium ist ein Fluoreszenzfarbstoff.

    Anwendungen: Behandlung von Akne, Rosacea (Couperose), Besenreisern, Narben, Warzen

Hautkrebs-Vorstufen entfernen wir mit dem medizinischen Laser

Qualifikation für Laser-Behandlungen

Laser sind hochenergetische Geräte mit einem gewissen Gefahrenpotenzial. Ihr Einsatz am menschlichen Körper unterliegt daher erheblichen Beschränkungen. Selbst approbierte Ärzte dürfen nicht einfach alles mit einem Lasergerät anstellen.

Für medizinische nicht indizierte Anwendungen von Lasern am Menschen gilt seit 1. Januar 2021, dass sie selbst von approbierten Ärzte nur mit spezieller Zusatzausbildung durchgeführt werden dürfen. Jeder Arzt oder Kosmetiker, der Laser zu ästhetischen Zwecken einsetzen möchte, muss eine Fachkunde erwerben. Wer ohne diese Fachkunde behandelt, macht sich strafbar – und verfügt ziemlich sicher nicht über das nötige Fachwissen.

Darüber hinaus dürfen Behandlungen, die tiefer in die Haut eindringen, nur noch von Ärzten durchgeführt werden. Kein Nicht-Arzt darf also beispielsweise Tattoos oder Pigmentflecken mit Lasergeräten entfernen.

Und damit nicht genug: Auch eine Qualifikation im Laserschutz muss jede Praxis vorweisen können, wenn sie Laser einsetzt.

Alle diese Regeln sind nicht nur gültig, sondern auch sinnvoll. Prüfen Sie genau, in wessen Hände Sie sich begeben!

Frank Mildszus ist Facharzt für Allgemeinmedizin und hat sich auf minimalinvasive ästhetische Medizin spezialisiert

Ihr behandelnder Arzt:

Bei KIEL MEDICAL AESTHETICS führen wir pro Jahr mehr als 2.000 Laser-Behandlungen durch.

„Sicherheit ist bei Laser-Behandlungen das A und O“, sagt unser leitender Arzt, Frank Mildszus. „Lasergeräte müssen von gut geschultem Personal bedient werden, damit niemand zu Schaden kommt. Bei uns sind alle Behandler bestens ausgebildet, um maximalen Erfolg zu gewährleisten.“

Nach vielen Jahren in der Unfall- und Gefäßchirurgie leitete Frank Mildszus 18 Jahre lang als Facharzt eine allgemeinmedizinische Praxis und sammelte in dieser Zeit augesprochen große Erfahrung in der Hautkrebsvorsorge, Lasermedizin und ästhetischen Medizin. Neben seiner Behandlungstätigkeit koordiniert er an seiner KIEL MEDICAL ACADEMY die Ausbildung anderer Ärzte in der Laser-Fachkunde und dem Laserschutz.